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Die kirchlichen Friedhöfe Neumünster beziehen ab 2008 ausschließlich Naturstrom pur von den Stadtwerken Neumünster (SWN-Strom Wasserkraft). SWN-Strom
Wasserkraft stammt zu 100 Prozent aus deutscher Wasserkraft. Hierfür
liefern deutsche Wasserkraftwerke an den Flüssen Isar und Inn den Strom.
Strom aus regenerativen Quellen zu beziehen bedeutet neben dem sparsamen Energieverbrauch praktizierter Klimaschutz.
Presseberichte folgen. |
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"Kleine Sensation" auf dem Südfriedhof |
| Zufällig entdeckt: Seltener Nashornkäfer macht es sich in einem Holzhaufen gemütlich |
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Neumünster nib Er ist klein, schwarz, macht beim Fliegen ein brummendes Geräusch und hat ein kleines Hörnchen auf der Nase sitzen: der Nashornkäfer. Durch Zufall entdeckten Mitarbeiter der Friedhöfe in einem Haufen Holzhäcksel 20 dieser besonderen Käfer. Erste Nachfragen beim Landesnaturschutzamt ergaben, dass in Schleswig-Holstein der Nashornkäfer nur in einem Ort in der Nähe von Lübeck aufgetaucht ist und jetzt eben in Neumünster: Für Dieter Schröder, den Leiter der Friedhöfe, ist der Fund eine "kleine Sensation". Auf einem alten Kompostplatz auf dem Südfriedhof an der Plöner Straße waren Arbeiter gerade dabei, altes Holz umzuschichten, als ihnen die schwarzen Gesellen mit dem charakteristischen Horn vor die Füße fielen. Von den 20 gefundenen Tieren lebten noch drei. In der Regel leben die Nashornkäfer lediglich drei Monate, in denen sie Totholz fressen, sich paaren und Eier ablegen. Dann haben sie ihre Arbeit getan und sterben. Nach einem bis vier Jahren verpuppen sich die Eier und neue Nashornkäfer erblicken das Licht der Welt. Während die Larven bis zu zwölf Zentimeter lang sind, werden die schwarzen Käfer vier Zentimeter lang. Nach dem
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Entdecken der Tierchen informierte Schröder, sofort das örtliche Umweltamt. Der Holzhaufen, in dem die Käfer ihre Heimat gefunden haben, wurde seitdem nicht mehr angefasst. Auch künftig will die Friedhofsverwaltung dafür sorgen, dass die Nashornkäfer sich in Ruhe vermehren können. Die toten Käfer hat ein Experte im Umweltamt an sich genommen. Er will sie präparieren und später wieder dem Friedhof zur Verfügung stellen. Verwalter Dieter Schröder hat angekündigt, dass die Friedhofsbesucher die Nashornkäfer, wenn schon nicht lebendig, so dann aber doch präpariert zu Gesicht bekommen werden.
Der etwa
vier Zentimeter große Käfer
ist am Horn
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| Der Friedhof als Lebensraum | ||
| Morgen ist Volkstrauertag, am Sonntag darauf Totensonntag. Der Courier erzählt in einer Serie zwischen den Gedenksonntagen von Abschiednehmen, Tod und mehr. Heute: Neumünsters Friedhöfe als Lebensraum für Flora und Fauna. | ||
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Neumünster
– Die Friedhöfe sind nicht allein Plätze, an denen Angehörige und Freunde an ihre Verstorbenen denken, viele Besucher nutzen Nord- und Südfriedhof einfach, um frische Luft zu tanken. Besonders diese beiden Friedhöfe rund 30 Hektar groß - sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die es in dieser Zusammensetzung wohl nirgends in der Stadt gibt. Der Senior Helmut Schwarten (75) hat den Überblick, wenn es um Flora und Fauna geht. Seit Jahrzehnten registriert der ehemalige Bundeswehroffizier im Auftrag der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg, was auf dem Gottesacker kreucht und fleucht. Allein 4600 Bäume über acht Meter Höhe hat Schwarten gezählt. Unter den 2200 Laubbäumen ist die Birke am häufigsten vertreten, gefolgt von der Rotbuche. Bei den Nadelbäumen überwiegt die Fichte. "Unter den niederwüchsigen Gehölzen dominieren Eiben und Rhododendren", weiß Experte Schwarten zu berichten.
Durch die vorhandenen Strukturen mit Gräberfeldern, Waldabschnitten, Steinhaufen, Teichen und Schredderguthalden gibt es für Säugetiere, Käfer, Kriechtiere, Vögel und Amphibien genug Plätze zum Leben. Besonders freut Schwarten sich darüber, dass vor wenigen Jahren der sehr seltene Nashornkäfer gefunden wurde. "Inzwischen leben hier hunderte von den schwarzen Käfern", erzählt er. Sie genießen das Klima der Kompost-, Laub- und Schredderhalden. "Sein oder Nichtsein ist abhängig von solchen Halden", sagt der Brachenfelder. Mit seiner Forderung, diese Rückzugsmöglichkeiten zu erhalten, findet |
Um alle
Tiere, die auf den Friedhöfen ihren Lebensraum gefunden haben, zu schützen,
appelliert Helmut Schwarten an alle Besucher. "Die Anwendung von -
Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden sollte eingestellt werden", fordert
der Naturschützer. "Grabpflege ist ohne Gift möglich."
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| Friedhof mehr als ein Ort der Trauer | ||
| Experten zählten Vögel und Fledermäuse auf den Friedhöfen. lhr Ergebnis: Mehrere Tausend Jungvögel sind auf den Plätzen zuhause. | ||
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Neumünster Nicole Scholmann Die Friedhöfe in Neumünster gehören zu den wertvollsten Biotopen des gesamten Stadtgebietes. Dies hat eine Bestandserfassung von Helmut Schwarten von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg ergeben. Im Jahr 1988 führte Schwarten in Zusammenarbeit mit dem Diplombiologen Gerd Mathiak die erste flächendeckende Bestandserfassung der Brutvögel auf dem Süd- und dem Nordfriedhof durch. Dies wurde 1995 wiederholt. Der Südfriedhof erhielt im vergangenen Jahr Besuch von den beiden Experten. Ganz aktuell liegt jetzt die zweite Wiederholungsuntersuchung des Nordfriedhofs für das Jahr 2004 vor. Die Ergebnisse: Auf dem Nordfriedhofleben in diesem Jahr 30 Vogelarten, die mit 225 Brutpaaren vertreten sind. Stärkste Art ist die Amsel (50), schwächste Arten sind Türkentaube, Buntspecht, Gartengrasmücke, Schwanzmeise, Sumpfmeise, Feldsperling und Kernbeißer mit je einem Brutpaar. "Die Schwankungen der drei bisher durchgeführten Zählungen befinden sich in einem akzeptablen Toleranzbereich", erläutert Friedhofsleiter Dieter Schröder. Obwohl auf Grundlage dieser wenigen Zählungen noch keine klaren Tendenzen errechnet werden könnten, sei festzustellen, dass die Anzahl der Brutvögel auf den kirchlichen Friedhöfen leicht zugenommen hat. "Nimmt man die Friedhöfe von Einfeld und Gadeland dazu, kommt man auf eine Gesamtzahl von mehreren Tausend Jungvögeln, die auf unseren Friedhöfen
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Bienen-Hotel
auf dem
Südfriedhof
Der
neue Platz für Wildbienen wird gut angenommen
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Neumünster/kol - Die Umwelt Organisation BUND hat auf dem Südfriedhof eine Bienenwand als Nisthilfe für Solitärbienen und Wespen errichtet. Erst seit zwei Wochen hat das Hotel "Zur wilden Biene" in einem abgelegenen Biotopbereich des Südfriedhofs seinen Betrieb aufgenommen und doch sind schon viele "Zimmer" von fleißigen Wildbienen für Monate "angemietet" worden. Manfred Schukies vom BUND Neumünster hat als "Architekt" fungiert und die Wand zusammen mit der Landschaftsgärtnerei "Grünwerk" erbaut. Das Hotel ist für die in der Bundesrepublik lebenden 547 Gattungen der Einsiedlerbienen reserviert. Deren Vertreter leben nicht in großen Staaten sondern sind überzeugte Singles. "Durch den fortschreitenden Raubbau an unserer Natur finden diese Arten kaum noch Nistplätze", |
begründet Schukies die Notwendigkeit für den Hotel-Bau. Die Zimmeranzahl ist immens. In den in stundenlanger Arbeit angelegten Bohrlöchern der Harthölzer, Kalksand-Steine, aber auch in den Röhren der aufgerollten Schilfstängel legen die Bienenweibchen Nektar- und Blütenstaubvorräte an. Ein Ei dazu gepackt, den Zugang versiegelt - fertig ist die BienenKinderstube. In jeder der Röhren finden so hunderte Eier Platz. Als Manfred Schukies und Helmut Nickel vom NUN (Vereinigung zur Förderung des Natur und Umweltschutzes), der sich mit 500 Euro an den Kosten beteiligt hatte, das Hotel einweihen wollten, stellten sie erfreut fest, dass die "Nobelherberge" bereits ihren Betrieb aufgenommen hatte. "Da können sich andere Hotels eine Scheibe von abschneiden. FünfSterne-Hotel mit lauter Bienen-Suiten das wird eine Erfolgsgeschichte", bekundeten die beiden besonderen "Hoteliers". 11.05.2006 |
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Kirchenkreis setzt auf
Umweltschutz: Solaranlage sorgt für Warmwasser Pilotprojekt auf dem Südfriedhof |
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Der Kirchenkreis Neumünster setzt auf
den Umweltschutz. Auf dem Wirtschaftsgebäude des Südfriedhofs sorgt seit ein
paar Tagen eine Solaranlage für das Warmwasser in den Sozialräumen der
Mitarbeiter. Die Sonnenkollektoren auf dem Flachdach wurden gleichzeitig mit
der neuen Erdgas-Brennanlage installiert. Die alte Ölheizung hatte nach 25
Jahren ihren Geist aufgegeben. Die Sonnenkollektoren heizen das Wasser in einem 300-Liter-Kessel auf. Auch im oft so trüben Norddeutschland besteht keine Gefahr, dass sich die Friedhofs-Mitarbeiter im wolkenverhangenen Winter mit kaltem Wasser waschen müssen. Wenn nicht ausreichend Sonne vorhanden ist, springt die neue Gasheizung (Kosten: 30 000 Mark) für die Warmwasser-Aufbereitung an. |
Für die umweltfreundliche Zukunftsinvestition gab es es im Kirchenkreis keine Ablehnung, solange die Finanzierung gesichert war. Um die 8000 Mark teure Solaranlage zu bezahlen, musste die Verwaltung allerdings andere Arbeiten, wie zum Beispiel, die Sanierung der Friedhofswege, um ein Jahr verschieben. (san)
Eigentlich passen Regenpfützen nicht zu Sonnenkollektoren. Dieter Schröder, Chef der Friedhofsverwaltung, kletterte extra auf das Dach des Wirtschaftsgebäudes an der Plöner Str., um die Solaranlage zu präsentieren. Bei schlechtem Wetter springt die Gasheizung wieder für die Warmwasser-Aufbeteitung ein. 09/1997 |
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Ein Feuchtbiotop und
neuer Lebensraum für Tiere
Südfriedhof: Viel Platz für die Natur |
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Wenn Dieter Schröder, der Chef der Friedhofsverwaltung, seine tägliche Runde auf dem Südfriedhof geht, schaut er seit kurzem als erstes an dem neuen Feuchtbiotop vorbei. Am Rand der Friedhofsfläche, hinter einem Anzucht-Bereich für Pflanzen und abgetrennt von den Gräbern, ist hier in den vergangenen Wochen ein 260 Quadratmeter großer Teich angelegt worden. In Zusammenarbeit mit Jens Wipperfünh-Zange vom städtischen Fachdienst Natur und Umwelt hat die Verwaltung einen ungestörten Lebensraum für Tiere geschaffen. "Eine große Wasserfläche fehlte uns noch auf dem Friedhof, sagt Schröder. Der 19 x 14 Meter große und bis zu zwei Meter tiefe Teich ist aber nicht für Spaziergänger oder zum Wasserschöpfen gedacht. Er soll Tieren ein neues Zuhause geben. Steine am Flachwasserbereich an der einen Seite sollen als Anflug und auch als Brutplatz für Vögel dienen. Eine Aufschüttung von Steinen und eine Sandsteinmauer am entgegen gesetzten Ufer bietet Unterschlupf für Amphibien und andere Kleinlebewesen. Auf das Aussetzen von Fischen wird in dem Feuchtbiotop bewusst verzichtet. Sie würden andere Tiere, beispielsweise Froschlaich, auffressen. Das Projekt hat rund 10 000 Mark gekostet und schließt sich an das Modellprojekt Biotopverbund an. Bis 1998 wurden auf einem Stadtökopfad naturnahe Lebensräume miteinander verbunden. "Das Gebiet zwischen Schwale und Geilenbek hat uns gefehlt", so Wipperfürth-Zange. |
Alle sind gespannt, was sich dort entwickeln wird. Erste
Käfer und natürlich viele Mücken sind schon gesichtet worden. Blumen dagegen
werden nicht angepflanzt: "Das soll sich ganz natürlich entwickeln", sagt
Schröder. Blumen in voller Pracht
sind etwas weiter westlich auf dem Südfriedhof zu sehen. Auf drei großen
"Testfeldern" blühen auf drei kreisrunden Feldern unter anderem Mohn und
Kornblumen. Früher war auch das hier ein Ort der letzten Ruhe, doch die Gräber wurden aufgegeben. Da es außerdem immer mehr Urnengräber gibt, entstehen freie Flächen auf dem Friedhof. Die "Testfelder" werden im Oktober abgemäht und im kommenden Jahr neu ausgesät, denn den Besuchern gefällt das Blumenmeer. Viele bleiben hier stehen und staunen über die Farbenpracht. Leider gefallt es einigen zu gut - ein Schild zeigt es an: "Bitte keine Blumen abpflücken." . (san)
15.08.2000 zurück |
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